Die Erdzeichen von Peru -
Zeugnisse einer prähistorischen Luftfahrt?
Eine Hypothese von August Steimann, Würzburg
In den ebenen Wüstenflächen Perus wurden
1939 beim Überflug durch Paul Kosok, Long Island University, New
York, riesige Erdzeichnungen entdeckt. Diese sind größtenteils
nur aus der Luft sichtbar. Sie befinden sich zwischen den Orten
Nasca und Palpa, ca. 400 km südlich von Lima. Es handelt sich um
bis zu 10 km lange Linien, Flächen bis 1 km Größe und bis zu 300
m große Tierdarstellungen. Ihre Entstehung wurde auf 500 vor bis
1300 nach Christus datiert und vornehmlich der Nazca-Kultur
zugeordnet. Die Zeichen entstanden durch das Forträumen der
Eisenoxid-braunen Steine, so dass der gelbe staubigen Untergrund
sichtbar wird. .....
Für weitere Info bitte
HIER klicken
NATURKATASTROPHEN SIND NICHT GOTTGEWOLLT
ODER: WARUM SIND WIR SO DUMM GEWORDEN?
Schnee in der Wüste,
Seebeben im Indischen Ozean, Wirbelstürme, Fluten, Dürre- und
Kältewellen, sommerliche Temperaturen zu Weihnachten in
Nordeuropa: Der Planet gerät aus den Fugen. Im Grunde wussten
wir es längst: Wir können die Erde nicht ununterbrochen
verletzen und dabei erwarten, dass sie weiter ruhig ihre Bahn
zieht. Seit wir die Warnungen von Umweltschützern in den Wind
geschlagen haben, leben wir in der Naherwartung einer
Katastrophe.
Die gesamte menschliche Zivilisation ist auf Zerstörung und
Missachtung des Lebendigen aufgebaut. Solange wir diese Tatsache
nicht erkennen und verändern, können vereinzelte
Umweltreparaturen und Appelle an die Einsicht des Menschen nicht
greifen.
Naturkatastrophen sind ein letzter Aufruf: Verlasst Babylon.
Verlasst diese Lebensweise, die euch und die Erde zerstört. Es
gibt eine Heilungsperspektive für die Erde; und es gibt eine
Perspektive, wie der Mensch diese Katastrophen überleben kann.
Selbstheilungsvorgänge der Erde
Gaia Erde ist ein äußerst belastungsfähiger Organismus. Sie
verfügt über hohe Kräfte der Regeneration und Selbstheilung. Auf
alle Schäden reagiert die Natur mit einem sofortigen
Heilungsvorgang. Aber irgendwann ist eine Grenze erreicht. Wenn
die globale Gesamtbelastung zu groß wird, gerät die Erde in
einen kritischen Zustand, wo mit unvorhersehbaren Reaktionen zu
rechnen ist.
Warnungen hat es lange gegeben - nicht erst seit den "Grenzen
des Wachstums" des Club of Rome; aber die Appelle nützten
nichts. Im Gegenteil: Die globale Wachstumsmaschine rast immer
schneller, immer mehr Wälder, Tier- und Pflanzenarten werden in
den Rachen einer sinnlosen Industrie geworfen, die Berge, Meere
und Völker frisst und Asche hinterlässt. Zu den schon bekannten
Zerstörungen vom Äußeren des Planeten kommt die Zerstörung
seines Inneren, deren Auswirkungen noch wenig erforscht sind.
Metalle, Kohle, Erdgas, Uran wurden der Erde - auch an den
heiligen Stätten uralter Kulturen - seit Jahrhunderten in
solchen Mengen aus dem Leib gerissen, dass immense Hohlräume
entstanden, die allein schon die Ursache für die Unruhen des
Erdkörpers sein könnten. Seit Jahrzehnten haben die großen
Militärmächte in der Tiefe der Weltmeere und in Wüsten Tausende
von Atomversuchen durchgeführt - trotz aller Warnungen von
geologischen Instituten, rücksichtslos gegen das labile
Gleichgewicht der Erdschichten und rücksichtslos gegen alle
menschlichen und tierischen Bewohner der Landschaften.
Kaum ein Einzelner kann sich dem Wahnsinn entziehen. Kaum ein
Fleck auf der Erde, der frei ist von dem Wirken der
Megamaschine. Gerade das Gebiet der jetzigen Tsunami-Katastrophe
mit seinen traumhaften Landschaften und fast unberührten Inseln
gehört mit seinem Sextourismus, seinen gigantischen
Shrimps-Farmen, seinen Hinterhofproduktionsstätten der
Globalisierung, den Atomversuchen Indiens, den Bürgerkriegen,
der Ausrottung von Naturvölkern und Tierarten und seinen durch
Börsenspekulation verarmten Menschen - zu den tragischsten
Opfern der Globalisierung.
Warum sind wir so dumm geworden?
Etwas in der Seele erstarrt, wenn wir diese Bilder sehen. Pukhet,
Aceh, Südindien und Sri Lanka: Warum werden gerade die Ärmsten
der Armen Opfer? Warum haben "sogar" die Tiere ein besseres
Frühwarnsystem als der Mensch, da viele doch vor der Welle ins
Landesinnere liefen und sich retteten? Gibt es einen
Zusammenhang zwischen menschlichem Tun und dieser scheinbar
reinen Naturkatastrophe? Wie kommt es, dass der heutige Mensch
trotz aller Technik und Entwicklung so hilflos und unwissend
ist?
Der moderne Mensch, der Sonden auf den Saturn schickt und ins
Genmaterial eingreift, behauptet immer noch, Naturkatastrophen
seien gottgegeben. Hier offenbart sich trotz aller Kontrolle
über Lebensvorgänge sein Gefühl der Ohnmacht gegenüber der
Wildnatur. Inzwischen sucht er keine Strategien mehr für die
Heilung der Erde, kaum noch für Umweltreparaturen, sondern nur
noch für verbesserte Warnsysteme. Mit anderen Worten: Der sich
als Herrscher der Erde wähnte, denkt nur noch an Flucht.
Der Mensch ist dumm geworden. Indem er seine eigene Wildnatur
bekämpfte und unterdrückte, unterdrückte er auch die Wildnatur
der gesamten Gaia-Erde. So hat er das instinktive Wissen der
Tiere vergessen. Er hat das Weltbild von Ureinwohnern belächelt
oder romantisiert. Was diese aber intuitiv wussten, deutet auf
eine Tatsache, die erst langsam wieder an das Licht des
Bewusstseins kommt: Mensch und Erde sind ein Ganzes.
Gaia war erst der Anfang
Die Erde selbst ist lebendig. Sie ist ein sich selbst
regulierendes, lebendiges, unendlich vernetztes System. Das
Wunder zeigt sich auf allen Ebenen, vom Zusammenspiel der
Millionen Moleküle, die sich in einer einzigen Zelle befinden,
bis zum Zusammenspiel der Lebewesen im tropischen Regenwald oder
in den Weltmeeren. Mensch, Natur und Erde sind eine Einheit. Das
ist keine religiöse Empfindung, sondern eine systemtheoretische
Tatsache. Vom leichtesten Wimpernschlag bis zum größten Orkan
ist alles aufgehoben im großen Ganzen der Erde, findet alles
seinen Widerhall. Nichts existiert für sich allein, alles lebt
in einem hochentwickelten Gewebe sichtbarer und unsichtbarer
Gemeinschaften. Die Wälder und Ozeane, die Berge und alle Tier-
und Pflanzenarten sind Organe des Organismus Erde; jedes hat
seine eigene Aufgabe im Regelkreis; jedes steht in einem
unmittelbaren Kommunikationsfluss aus ständiger Rückkopplung mit
dem großen Ganzen.
Die Gaia-Hypothese von James Lovelock war erst der Anfang;
neuere Erkenntnisse gehen noch weiter: Leben und Bewusstsein
wohnen aller Materie inne. Die gleichen Lebens- und
Bewusstseinskräfte, die unseren Körper bewegen, strömen durch
jedes Lebewesen, durch jeden Stein, durch die Erde als Ganzes;
sie verursachen Wirbelstürme und Erdbeben ebenso wie das Öffnen
einer Blüte, sie lenken die Tätigkeit unseres Verdauungssystems
ebenso wie das Glück der großen Liebe. Wir finden die
Bewegungsformen des Lebendigen im Pulsieren der Zellen, in der
Bildung von Wolken, im Ausbruch eines Vulkans, in den Mäandern
der Flüsse und in der Gedankentätigkeit unseren eigenen Geistes.
Alles ist ein Sein.
Der verbundene und der abgekoppelte Mensch
Alles ist ein Sein. Mensch und Erde sind eins. Man stelle sich
für einen Moment vor, tatsächlich in einer solchen Welt zu
leben, in der täglichen Erfahrung, mit allem verbunden zu sein,
aufgehoben zu sein, verwandt zu sein mit allem, was lebt.
Menschen, die in diesem Bewusstsein aufgewachsen sind, stehen in
Kontakt mit dem Leben um sie herum und in sich. Sie erhalten
eine ständige, direkte Rückkopplung auf ihr Tun. So ist es kein
religiöses Gebot, sondern eine Erfahrung: Was ich einem
Mitgeschöpf antue, tue ich mir selber an. Was ich der Erde
antue, tue ich mir ebenfalls selber an. Und was ich mir oder
einem Wesen antue, tue ich der Erde an. Wer mit geöffnetem
Herzen seine Mitgeschöpfe wahrnimmt, besitzt eine Richtschnur
für sein Handeln und braucht darüber hinaus keine besondere
Moral. Eine solche Kultur besitzt eine Selbstregulation, die sie
stabil und belastungsfähig macht. Sie braucht keine Gesetzbücher
und keine Gefängnisse, denn kein Mensch kommt auf die Idee, zu
stehlen oder zu morden. Sie hat keine Massentierhaltung und
keine Konsumindustrie. Ihre Städte sind keine monotonen
Betonwüsten, sondern lichte Abbilder organischer Formen. Sie
leben nicht in Vereinzelung und Anonymität, sondern bilden
Gemeinwesen, in denen die Menschen sich aufeinander freuen und
gerne miteinander in Kommunikation und Ergänzung stehen.
Der heutige Mensch hat sich aus der Gemeinschaft des Lebens
losgelöst. Er machte sich die Erde untertan, entheiligte sie und
erklärte sie zur toten Materie, um sich ihrer Rohstoffe zu
bemächtigen und in den Kampf zu ziehen. Er lebt in Trennung. Nur
als getrenntes Wesen war es ihm möglich, das Zeitalter der
Eroberungen, der sogenannten objektiven Wissenschaft, des
Kapitalismus bis hin zur Globalisierung der Gewalt einzuleiten.
Indem der Mensch aber die Erde zu einer Sache machte, verlor er
den Platz unter den Mitgeschöpfen und sein Gegenüber in der
Natur. Er erhält keine Rückkopplung mehr für sein Tun, denn er
empfindet nicht mehr den Schmerz der Kreatur und auch nicht mehr
den Schmerz seiner Mitmenschen. Die größte Verletzung der Erde
besteht vielleicht im gestörten Kontakt der Menschen
untereinander, schreibt Dieter Duhm in seinem Buch "Die heilige
Matrix". Angst und Gewalt bilden eine Barriere, die die
Kommunikation und den Kontakt zwischen Menschen sowie zwischen
Menschen und Tieren blockiert. Hier liegt der Grund für seine
Dummheit. Und hier liegt auch die Chance und die Notwendigkeit
zum Neuanfang.
Biotope der Heilung
Lynn Margulis, die Mit-Verfasserin der Gaia-Hypothese schreibt:
"Wenn wir die ökologischen und sozialen Krisen, die wir selbst
herbeigeführt haben, überleben wollten, wären wir wohl
gezwungen, uns auf völlig neue, dramatische
Gemeinschaftsunternehmungen einzulassen." Um den
Selbstheilungsvorgang der Erde zu unterstützen und zu überleben,
muss die Menschheit lernen, in Verbundenheit zu leben. Sie muss
sich an das ursprüngliche Wissen des Schöpfungsganzen erinnern
und es mit Hilfe von Wissenschaft, Ökologie und Technik auf
unsere heutigen, modernen Bedingungen übersetzen. Sie muss
wieder eintreten in die Gemeinschaft des Lebendigen. Das kann
sie nur, wenn sie eintritt in eine Gemeinschaft unter Menschen.
Der Plan der Heilungsbiotope sieht vor, an geomantisch wichtigen
Orten der Erde Forschungsbiotope für Mensch, Tiere und Natur zu
installieren. Es sind Pilotmodelle für eine Friedenskultur
zwischen Menschen und mit der Natur, für ein Öko-Hightech, das
mit den Kräften der Natur kooperiert. Globale Friedenskräfte
müssen jetzt zusammenarbeiten, um die finanziellen, politischen,
wissenschaftlichen Mittel zusammenzubringen.
Naturkatastrophen sind nicht gottgewollt. Wir Menschen sind
Gärtner der Erde, wir sind ihr Steuerungsorgan. Wir sind
persönlich verantwortlich für ihr und unser Schicksal, wie der
Astronaut Mitchell erkannte, als er vom Weltraum aus seinen
Heimatplaneten erblickte.
Die Erde ist im Aufruhr. Diesen Aufruhr zu verstehen, in ihm
unseren eigenen Aufruhr zu erkennen und ihn umzuwandeln in
entschlossenes Handeln - darin liegt die wachsende
Herausforderung der Naturkatastrophen: Bildet neue Netzwerke,
entwickelt neue Konzepte und schafft Orte, an denen die inneren
Zusammenhänge des Friedens verstanden und geschaut werden
können!
Seitenanfang